Physiker/in oder Ingenieur/in (m/w/d) - Doktorarbeit "Bestimmung der lateralen Adhäsion von Tropfen an Defekten“

Einsatzort: Mainz

MPI

  • Struktur- und Zellbiologie
  • Chemie
  • Festkörperforschung & Materialwissenschaften

Art der Stelle

Physiker/in oder Ingenieur/in (m/w/d) - Doktorarbeit "Bestimmung der lateralen Adhäsion von Tropfen an Defekten“

Stellenangebot vom 09.09.2020

Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz zählt zu den international führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der Polymerforschung und bietet ideale Voraussetzungen für exzellente Forschung.

Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Polymerforschung: „Bestimmung der lateralen Adhäsion von Tropfen an Defekten“

Für unser Forschungsinstitut suchen wir zum schnellstmöglichen Termin:

Eine/n ausgezeichnete/n Physiker/in oder Ingenieur/in (m/w/d) mit Interesse am Experimentieren und Programmierkenntnissen. Wir erwarten Engagement, die Bereitschaft, mit anderen Mitgliedern der internationalen Arbeitsgruppe zusammenzuarbeiten und die aktive Teilnahme an Gruppenseminaren.

Die Stelle als wissenschaftliche/er Mitarbeiter/in 50% ist zunächst auf 3 Jahre befristet.

Kontext

Wolfgang Pauli (1900-1958) soll gesagt haben: „Gott schuf das Volumen, der Teufel die Oberfläche.“ In dem Sinne sind Dreiphasen­kontakt­linien eine große Herausforderung. An Kontaktlinien trifft eine feste Oberfläche auf den Rand eines Tropfens. Wir gehen also von drei auf eine Dimension. Bis heute ist nicht klar, wie die Bewegung von Tropfen über Oberflächen durch Defekte beeinflusst werden. So treten an Defekten deutlich höhere Kontakt­winkel­hysteresen auf, als auf einer glatten, homogenen Oberfläche. Die Bewegung von Tropfen über Oberflächen ist ungemein wichtig für technische Anwendungen, wie z.B. die mögliche Anlagerung von Tropfen vor optischen Sensoren in Fahrzeugen. Daher haben wir ein neuartiges Gerät entwickelt, um die laterale Bewegung von Tropfen zu untersuchen. Dieses Gerät misst die laterale Reibungskraft zwischen Tropfen und Oberfläche. Um den Einfluss von topografischen und chemischen Defekten auf die Reibungskraft zu untersuchen, möchten wir dieses Gerät im Rahmen dieser Doktorarbeit weiterentwickeln.

Aufgaben

Ein bestehender experimenteller Aufbau soll durch zwei zusätzliche Komponenten erweitert werden: (a) Einbau einer zweiten Bewegungsachse: Mit diesem Aufbau sollen die folgenden Fragen geklärt werden: Welche Rolle spielen Defekte bei der lateralen Adhäsion? Mit welcher lateralen Auflösung und mit welcher Empfindlichkeit lassen sich Inhomogenitäten und Defekte messen? Wie beeinflussen Kontaminationen der Flüssigkeit die laterale Adhäsion? (b) Einbau einer empfindlichen Strommessung. Hierzu wird der Kraftsensor mit einem Metall beschichtet und als Elektrode verwendet. Mit dieser Erweiterung soll geklärt werden, wie es während der Tropfen-bewegung zur Ladungstrennung kommt und welche lokalen Eigenschaften der Probe und der Oberfläche Ladungstrennung hervorrufen. Welche Rolle spielt die Ladungstrennung bei der Reibungskraft eines Tropfens?
Teile dieser Arbeiten sollen in Kooperation mit einer Firma in Deutschland durchgeführt werden, mit dem Ziel das Gerät zu kommerzialisieren.

Wir bieten

Einen modern ausgestatteten, zentral und verkehrsgünstig gelegenen Arbeitsplatz sowie eine international geprägte Umgebung.

Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), je nach Qualifikation und Berufserfahrung unter Einschluss aller Sozialleistungen entsprechend den Regelungen des öffentlichen Dienstes (Bundesdienst).

Team/Infrastruktur

Die Arbeit erfolgt im Team. Die Doktorarbeit wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Sonder­forschungs­bereichs SFB 1194 „Wechselseitige Beeinflussung von Transport- und Benetzungsvorgänge gefördert“. Wir bieten eine gute Ausstattung sowie kompetente, engagierte Betreuung und Perspektive. Die Stelle als wissenschaftliche/er Mitarbeiter/in 50% ist zunächst auf 3 Jahre befristet.


Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter sind ausdrücklich erwünscht. Die Max-Planck-Gesellschaft will den Anteil von Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert sich zu bewerben.

Ihre Bewerbung

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung an/unter: dehoogh@mpip-mainz.mpg.de
Sekretariat Prof. H.-J. Butt, Ackermannweg 10, 55128 Mainz, Germany
 
Bei Fragen wenden sie sich bitte an:
Dr. Rüdiger Berger
oder
Prof. Hans-Jürgen Butt: