Der überzeugende Lebenslauf

Die Mehrheit der Recruiter startet bei der Sichtung der Bewerbungsunterlagen mit dem Lebenslauf, auch Curriculum Vitae (CV) genannt. Dabei können sich die Personalverantwortlichen schnell einen Überblick verschaffen, ob der Kandidat zur ausgeschriebenen Stelle passt. Damit dieses erste Scannen für Sie erfolgreich verläuft, gibt es drei Punkte, die Sie bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs berücksichtigen sollten:

  1. Standard: Richten Sie sich nach dem gängigen Lebenslaufschema
    Hierzu gehört die Gestaltung in tabellarischer Form. Beginnen Sie außerdem mit dem aktuellsten Ereignis und verwenden Sie glatte Jahreszahlen bei länger zurückliegenden Zeiten, ansonsten reichen Monats-/Jahresangaben. Achten Sie auf eine einheitliche Formatierung. Haben Sie zwischen zwei Positionen länger als 3 Monate nicht gearbeitet, erklären Sie die Lücke kurz. Unterschreiben Sie Ihren CV, damit bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben.
  2. Schlagwörter: Benutzen Sie die Sprache der Stellenanzeige (gleiches gilt fürs Anschreiben)
    Recruiter und automatisierte Bewerbungsmanagementsysteme prüfen Ihre Unterlagen zunächst nach bekannten Schlüsselbegriffen, kommen diese vor, wird der CV ausführlicher betrachtet. Verwenden Sie daher Ausdrücke der Stellenanzeige für Aufgaben, die in Ihrem aktuellen Unternehmen zum Beispiel anders heißen, aber das gleiche meinen.
  3. Design: Überfrachten Sie Ihren CV nicht
    Halten Sie sich mit Icons, welche Ihre Skills visualisieren zurück. Verwenden Sie nicht zu viele Farben – eine maximal zwei Farben (neben schwarz) reichen vollkommen aus. Verwenden Sie die gleiche Schrift, wie im Anschreiben. Möglichst klar und vertraut – wagen Sie keine Experimente. Gemäß dem Leitgedanken aus dem Grafik Design „Form follows function“ muss Ihr CV-Design immer das Ziel haben, Ihre Kompetenz einfach, schnell und prägnant zu erfassen.
Themenblöcke eines Lebenslaufs
  • Persönliche Daten (keine Pflichtangaben sind Informationen zu Familienstand, Religion, Beruf der Eltern, Staatsangehörigkeit, Geburtstag/-ort und Geschlecht. Eine Angabe wäre hier freiwillig, wenn Sie der Meinung sind, dass es Ihr Profil positiv hervorhebt.)
  • Berufstätigkeit, wenn vorhanden. Beginnend mit der aktuellen Position.
  • Studium (Fachrichtung, Schwerpunkt und Abschlussnote)
  • Berufsausbildung (Angaben zum Ausbildungsfach & individueller Schwerpunkte. Die Nennung der Abschlussnote ist eher unüblich.)
  • Schulausbildung – hier nur den höchsten Abschluss nennen, blicken Sie bereits auf eine langjährige Berufserfahrung zurück, dann können Sie die Abschlussnote weglassen. Berufseinsteiger geben Sie dagegen an.
  • Freiwilliges Soziales Jahr/ Zivildienst/ Wehrdienst
  • Berufliche/ außerberufliche Weiterbildung
  • Besondere Kenntnisse (Sprach- und EDV-Kenntnisse, Umgang mit bestimmter Hardware, bitte jeweils auch angeben, wie gut etwas beherrscht wird.)
  • Engagement/ Hobby/ Interessen/ Sonstiges (insbesondere, wenn es zur Position passt und Ihre fachliche und soziale Kompetenz unterstreicht. Darüber hinaus können Sie natürlich auch mit einem besonderen Hobby einen thematischen Anknüpfungspunkt anbieten, der beim Recruiter haften bleibt und Sie von anderen Bewerbern abhebt.)
  • Ort, Datum und Unterschrift