Globalisierung, technischer Fortschritt und nicht zuletzt wirtschaftliche Begleiterscheinungen verändern die heutige Arbeitswelt rasant und zum Teil unvorhersehbar. Wer in der Arbeitswelt der Zukunft bestehen will, kommt um das Thema Weiterbildung nicht herum. 

Immer wieder taucht in diesem Zusammenhang der Begriff „Employability“ auf. Damit wird allgemein die Aufgabe bezeichnet, die persönliche Arbeitsmarktfähigkeit oder Arbeitsmarktfitness zu erhalten oder herzustellen. Wichtig ist daher eine frühzeitige Aneignung von zusätzlichen Fachkenntnissen und Schlüsselqualifikationen. Wer in der Arbeitswelt der Zukunft bestehen will, kommt um eine Weiterbildung nicht herum. Doch es muss nicht immer gleich ein MBA- oder Masterstudium sein. Oft ist es auch ein spezielles Fachwissen, das zusätzliche Berufsperspektiven eröffnet oder die alltägliche Arbeit erleichtert.

Anerkannte Weiterbildungsseminare oder Zertifizierungslehrgänge vermitteln meist in kompakter und berufsbegleitender Form geballtes Wissen, wenn es um Sprachen, fachliches Know-how, Managementtechniken, Schlüsselqualifikationen, interkulturelle Kompetenzen oder ähnliches geht.
Um die eigene Weiterbildung optimal zu gestalten, sollte man zuerst seine Interessen, den Wissensstand und individuelle Rahmenbedingungen analysieren: Was sind die Weiterbildungsmotive? Was soll erreicht werden? Wo liegen die eigenen Stärken und Schwächen? Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Welche finanziellen Mittel können investiert werden? Die Antworten auf diese Fragen helfen, das Angebot erst einmal etwas einzugrenzen.

Im nächsten Schritt muss geprüft werden, ob die Leistungen des Anbieters den eigenen Erwartungen entsprechen. Denn Vorsicht, nicht jedes Seminar hält, was es verspricht. Von manchem Kursangebot sollte man lieber die Finger lassen. Die genaue Prüfung der verschiedenen Angebote ist unerlässlich und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schriftliche Informationen können einen ersten Eindruck verschaffen. Welche Ziele und Inhalte verfolgt die Weiterbildung? Welche fachlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wie sieht es mit der Dauer und den Kosten aus? Gibt es Angaben zu den Lehrkräften und den Arbeitsweisen oder Lernmethoden? Persönliche Beratungsangebote der jeweiligen Weiterbilder oder andere Institutionen wie Arbeitsagenturen, Kammern oder kommunale Stellen helfen bei diesen wichtigen Fragen weiter.

Auch die Qualitätsbewertung des Anbieters kann ein Anhaltspunkt zur Vorauswahl sein. Die meisten Weiterbildungsinstitute können ein Zertifikat oder Gütesiegel vorweisen. Aber auch hier kann der persönliche Eindruck entscheidend sein. Wie präsentiert sich der Lernort? Ist die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand? Welchen Eindruck machen die Mitarbeiter? Bekommt man vor der Anmeldung alle notwendigen Informationen?
Der Kostenfaktor ist bei der Wahl des richtigen Angebotes ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Denn neben den eigentlichen Lehrgangskosten können zusätzlich auch Anmeldegebühren, Kosten für Studienliteratur und -materialien, Anreise, Übernachtung und Verpflegung u.a. anfallen. Ein Nachfragen beim Arbeitgeber lohnt sich, denn eventuelle übernimmt dieser einen Teil oder sogar die gesamten Kosten. Auch der Weiterbildungsanbieter sollte über bestimmte För-dermöglichkeiten Bescheid wissen.

Wurden alle Kriterien näher betrachtet, ist die riesige Auswahl wahrscheinlich zu einigen wenigen, dafür aber passgenauen Angeboten geschrumpft. Nochmals Augen auf, heißt es dann aber beim Weiterbildungsvertrag. Denn neben den Gesamtkosten müssen auch die Zahlungsbedingungen (evt. Ratenzahlung oder Teilzahlung) eindeutig geklärt sein. Da gesundheits- und arbeitsbezogene Gründe selten einkalkulierbar sind, sollte darauf in den Rücktritts- und Kündigungsbedingungen Rücksicht genommen werden. Und für den Ernstfall sind Angaben zum Gerichtsstand und eine Rechtsbelehrung notwendig.

Sind alle vertragliche Bedingungen geklärt, dann steht dem Lernen nichts mehr im Weg.

CHECKLISTE - Die richtige Kurswahl

© T5 Interface