Tipps für den Small Talk im Business

Business Networking

In der Geschäftswelt ergeben sich ständig Gelegenheiten, um neue Kontakte zu knüpfen oder Beziehungen zu pflegen. Damit dies gelingt greifen viele auf den Small Talk zurück. Er ist ein beliebtes Instrument mit dem die Weichenstellung für alles Weitere geschaffen wird.

Der Einstieg

It’s a match - die Wahl des Gesprächspartners. Natürlich können Sie auch als Berufseinsteiger im Fahrstuhl einen Small Talk mit dem Director oder gar CEO anfangen, aber vergegenwärtigen Sie sich, dass sobald es ans Business geht, bestimmte Themen auf Augenhöhe besser funktionieren. Der Schwung vom Small Talk hin zu „Wie beurteilen Sie die Entwicklungen des Projekts Z?“ und „Können wir unser Gespräch über XY zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen?“ will gelernt sein und ist nicht erfolgreich, wenn der Gesprächspartner keinen Mehrwert für sich sieht. Schließlich ist Zeit kostbar.

Am leichtesten fällt die Ansprache einer Person ohne direkten Gesprächspartner. Niemand hat es gern, der Einzige zu sein, der allein im Raum steht. Fragen Sie denjenigen, ob Sie sich dazu gesellen dürfen und suchen Sie nach einem Gesprächsaufhänger. Das können Gemeinsamkeiten sein oder auch die aktuelle Situation im Rahmen der Veranstaltung, die Sie besuchen.

Beispiel: Von dem Snack habe ich auch schon probiert, wirklich sehr lecker. Was hier wohl drin ist? Kann es sein, dass ich Sie vorhin im Vortrag A gesehen habe - was hat Ihnen am besten gefallen?

Vergessen Sie darüber hinaus nicht das Lächeln und den aktiven Blickkontakt.

Der Talk an sich

Diving deep. Ehe Sie tiefer in das Gespräch einsteigen, sollten Sie sich kurz vorstellen. Das zeugt von Professionalität und ermöglicht Ihrem Gegenüber Sie mit einer ihm vertrauten, neueintreffenden Person bekannt zu machen.

Sorgen Sie für eine ungezwungene Atmosphäre, geben Sie sich locker und zücken Sie nicht unentwegt das Smartphone. Hören Sie zu und zeigen Sie sich interessiert, zum Beispiel durch Nachfragen. Gestalten Sie Ihre Fragen stets offen. Heißt, dass eine Antwort in dem Falle nicht bloß aus ja oder nein besteht.

Vermeiden Sie polarisierende Themen, achten Sie stattdessen auf Themen, zu denen jeder etwas beisteuern kann: Wetter, Sport, Reisen, Filme, gemeinsam gehörter Vortrag, warum besuchen Sie die Veranstaltung, woher kennen Sie den Gastgeber ...

Das sollten Sie sich verkneifen: über die problematische Anreise schimpfen, über das schlechte Büfett herziehen, Religion, Krankheit, Tod, Krieg, Politik, Sex, Firmeninterna …

Auch ein wildes Gestikulieren und der permanente Griff an die Brille oder ins Haar, machen keinen guten Eindruck. Halten Sie Ihre (nervösen) Hände unter Kontrolle, zum Beispiel mit einem Glas Orangensaft oder einen Kugelschreiber (ohne diesen ständig auf und zu zu klicken).

Der Ausstieg

Time to say goodbye. Verabschieden Sie sich, bevor Sie Ihren  Gesprächspartner verlassen. Gehen Sie wertschätzend auf die gemeinsam verbrachte Zeit ein und kommunizieren Sie stets den Grund für die Beendigung des Gesprächs. Wenn Sie die Unterhaltung zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen möchten, fragen Sie höflich nach der Visitenkarte.

Beispiel: Das hört sich sehr spannend an. Gleich beginnt ein Vortrag, den ich mir gerne anhören möchte, aber darf ich morgen (signalisiert echtes Interesse und Verbindlichkeit) auf Sie zukommen, damit wir einen Termin vereinbaren können? Gerne würde ich näheres über XYZ erfahren…“
Und zu guter Letzt

Übung macht den Meister: proben Sie den unverfänglichen Small Talk nicht erst auf einer Veranstaltung. Integrieren Sie das zwanglose Zugehen auf fremde Leute in Ihren Alltag.